von Jette Jordbaer, veröffentlicht: Montag, 26. Januar 2026, 20:36 Uhr
Wintereinbruch
Herr Winter ist bei uns eingebrochen. Oder vielmehr bei der Deutschen Bahn. Mein Zug ist letzte Woche kurz vor meinem Zielbahnhof "liegen geblieben". Ein Motor ist ausgefallen. Ja, und dann war da auch noch die Rede von Luft. Dass dem Zug förmlich die Luft ausgegangen sei, mit der er zu fahren pflegt beziehungsweise, mit denen die Bremsen gesteuert werden.
Hallo? Ist hier irgendwo ein Arzt? Kann jemand Erste Hilfe? Mund-zu-Mund-Beatmung? Na, so was. Nicht genug Luft zum Fahren und Bremsen. Hat man so was schon mal gehört?
Ausgesetzt
Und dann wird man plötzlich ganz unerwartet und knallhart vor die Tür ge- und in der Eiseskälte ausgesetzt - im Nirgendwo, wo die Kaninchen zu den Hasen "Gut´ Mitternacht" und "Leck mich am Arsch" sagen - mit fröhlichen Geleitworten:
"Tut uns leid, aber dieser Zug kann leider nicht mehr weiterfahren. Wie es weitergeht, wissen wir nicht. Sie haben ja ein Handy und starke Beine. Sehen Se zu, wie Se selber klarkommen. Wir sind mit unseren Spanisch-Kenntnissen am Ende."
Die schriftliche Genehmigung
Gut, dass circa eine Viertelstunde später - womit niemand gerechnet hatte - ein Folgezug kam, der neben dem liegengebliebenen Gefährt stehenblieb und uns wie halbgefrorene Ameisen aufsammelte.
In diesem neuen Zug warteten wir erst mal - laut Durchsage - auf eine schriftliche Genehmigung der Weiterfahrt, wo ich schon dachte: OHA! Schriftlich! Was das wohl bedeuten mag? Wird die Genehmigung jetzt per Post verschickt?
(Ein erster Reisender stieg - nach dieser Mitteilung - sofort wieder aus dem Zug aus, ohne Witz).
Aber ich dachte schon weiter: Vielleicht wird die Genehmigung ja jetzt auch per Eilbote in Form einer Depeche - in Form eines kleinen Telegrämmchens - vorbeigebracht. Ein Bote, der auf einem starken Ross neben dem Zug an uns vorbeigeritten kommet, mit einem um die Brust geschnallten Posthorn, um laut neben unseren Fenstern zu verkünden:
"Tätärätäää! Melde gehorsamst: Es wurde uns schriftlich von Seiner königlichen Bahn-Durchlaucht mitgeteilt, dass dieses Gefährt seinen eisernen Weg fortsetzen darf."
Die Offenbarung
Kurz, nachdem die Nachricht der schriftlichen Genehmigung uns ereilte und der erste verzweifelte Zug-Reisende das eiserne Pferd verlassen hatte, ging die Fahrt plötzlich los. OHA. Eine schriftliche Genehmigung war eingegangen. Und das binnen fünf Minuten. Eine Offenbarung!
Walnuss
Aber oh, Moment einmal. Das war ja gar nicht das Thema. Ich hatte ja über die Walnuss schreiben wollen. Wie konnte ich denn nur so abschweifen?
Und warum wollte ich überhaupt über die Walnuss schreiben? Weil ich doch jetzt gerade Kakao trinke und dazu Walnüsse esse. Eine hervorragende Kombination muss ich doch sagen. Solltest du unbedingt mal probieren. Schmeckt vorzüglich.
Und während ich mit meinem Walnuss-Knackgerät Walnüsse geknackt habe, habe ich darüber sinniert, warum die Walnuss eigentlich wie ein Säugetier geschrieben wird und gleichzeitig wie eine Verteidigungsmauer klingt? Wieso ist die neue Rechtschreibung an diesem Wort vorbeigerauscht? Das ist mir wirklich ein Rätsel. Eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Vielleicht hast du ja eine Antwort auf diese schier unbegreifliche Frage dieses Universums.
Aber oh, ich bin ja schon wieder am Ende meines kleinen Blogposts angelangt.
So wünsche ich dir nun einen guten Morgen, einen herrlichen Mittag oder Nachmittag, einen wunderschönen Abend oder eine entspannte Nacht, wann immer du dir diesen kleinen Blogpost gerade reingeknackt, äh, -gezogen hast :)
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