von Jette Jordbaer, veröffentlicht: Sonntag, 04. Januar 2026, 20:10 Uhr
Erste Worte
Wir schreiben das Jahr 2026, und ich traue mich gar nicht, die ersten Worte aufs blüten-weiß-unschuldige, digitale Papier zu bringen.
Und wer liest das überhaupt? Also, ich weiß nicht, also echt, frag mich nicht, da bin ich wirklich überfragt.
Ja, nur was schreibt man denn da überhaupt als ersten Blogpost ins frisch, heruntergepurzelte, neue Jahr? Heruntergepurzelt wie der blüten-weiße, nass-kalte Schnee, der bei uns heruntergefallen ist. Wahnsinn. Es gibt noch Schnee!
Ist es nicht eine Freude, dass auf den Tannenzipfeln und -wipfeln weiße Krönchen und auf den äußersten Häuserdachrändern weißer Puderzucker liegt, der auch nicht von den garstigen Vögeln oder dem gemeinen Wind fortgepustet oder fortgewehet wurde?
Zugegeben: Ganz schön frostig ist es schon. Aber wenn man eine Heizung und Decken und Kissen und Socken und genug Milch und Kakaopulver und Alkohol und Sahne hat ... Ja, dann kann ja gar nix mehr schief gehen, oder?
Zurück zur Frage
Ja, was schreibt man denn in diesen allerallerersten, unschuldigen Blogpost hinein? Wie das Jahr werden könnte? Welche Hoffnungen, Ta-Räume und Wünsche sich mit dem neuen Jahr verbinden und öffnen lassen werden? Was wir schaffen und was wir nicht schaffen werden? Welche neuen und hochtrabenden Pläne und Ziele wir uns alle wieder gesteckt haben, beruflich, privat, liebestechnisch, körpertechnisch, gesundheitlich, emotional...?
Moment mal: Sollte ich an dieser Stelle nicht wenigstens ein klitze-, ja, nicht ein klitze-klitze-klitze-kleines, putzig-kleines Resümee zu Ehren des hinter uns liegenden Jahres 2025 abgeben? Zum Beispiel wie erfolgreich und inspirierend dieses Jahr doch war? Wofür wir dankbar sein dürfen? Oder auch nicht? Ach, nee. Lassen wir das.
JA!
Fakt ist, dass wir auch dieses neue Jahr wieder auf unserem Balkon oder auf irgendeinem Hügel oder auf irgendeiner Erhebung oder auf irgendeinem schneebedeckten Häuserdach mit vollster Inbrunst und aus vollster Kehle und aus tiefsten Lungen in den funkelnden Sternenhimmel zu Mars, Venus, Jupiter und Saturn hinaufschreien können: JA! DIESES JAHR WIRD MEIN JAHR!
NA JA...
....schauen wir mal. Is´ ja nix in Sternenstaub gemeißelt. Gucken wir erst mal. Man will sich ja auch nicht überanstrengen und überschlagen und totaaaaal verausgaben mit diesen ganzen Zielen und Plänen, die man sich ja auch gar nicht zurechtgelegt hat und... Ja, und überhaupt... Lassen wir doch alles mal langsam angehen, nicht wahr? Sonst is´ man schon sofort wieder müde und überfordert, nicht wahr? Außerdem muss man ja hier nicht gleich so herumschreien, oder?! Und nicht hetzen! Ich meine, bleiben wir doch mal auf dem Teppich und beruhigen uns, okay?
Verbeugung mit Zylinder
Nein, jetzt aber mal ohne Scheiß: Ich bin wirklich gespannt, was das neue Jahr für uns so alles bereit ist zu halten.
Und nun ziehe ich erst mal meinen lila Samt-Hut vom Kopf, den ich die ganze Zeit festgehalten habe, damit der verdammt frostige Wind ihn mir nicht davonträgt, und verneige mich vor dir. Weil mir gerade danach ist :)
Auf ein wunderschönes, neues, chancenreiches, gesundes, hoffnungsvolles, friedvolles Jahr 2026!!!
Meine Bücher
Bildquelle: Canva (02.11.2025)
Bilder von Canva
New Blog Post Handwritten Text / Amanda | The Rising CEO von The Rising CEO
Hand Drawn Lines Organic Floral Decorative / Creatchees.std.
Woman with a Magnifying Glass / Vectorium von Vectorium
Floral Decorative / Crocus Paperi
Watercolor Books Illustration / wannafang
headphone gradient icon / Eucalyp von amethyststudio
Arrow cursor click/ Canva Original Stickers

